
Die Schülerinnen und Schüler des evangelischen Religionskurses der 7. Klasse der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel, haben sich in den vergangenen Wochen intensiv mit der Weltreligion Judentum beschäftigt. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Thema Holocaust und dem Schicksal jüdischer Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus.
Zum Abschluss der Unterrichtseinheit begab sich die Lerngruppe zusammen mit ihrer Lehrerin Sarah Reeb, auf eine eindrucksvolle Spurensuche durch Oberwesel. Ziel war es, jüdisches Leben in der eigenen Region sichtbar zu machen und Geschichte vor Ort zu erleben.
Während des Rundgangs entdeckten die Schülerinnen und Schüler mehrere Stolpersteine, die an ehemalige jüdische Mitbürger erinnern. Mit großem Engagement reinigten sie die Gedenksteine und setzten damit ein Zeichen gegen das Vergessen.
Außerdem besuchte die Gruppe das Denkmal für die ermordeten Juden aus Oberwesel sowie das Gebäude der ehemaligen Synagoge. An diesen historischen Orten wurde deutlich, wie eng die Geschichte der Stadt mit dem Leben jüdischer Familien verbunden war.
Den Abschluss der Exkursion bildete der Besuch der Anne-Frank-Ausstellung der AG „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“. Dort setzten sich die Jugendlichen intensiv mit dem Leben von Anne Frank auseinander und reflektierten die Bedeutung von Toleranz, Respekt und Menschlichkeit in der heutigen Zeit.
Der Religionskurs zeigte sich beeindruckt von den vielen Eindrücken des Tages. Die Exkursion machte deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur ist und dass Verantwortung gegen Ausgrenzung und Hass bereits im Alltag beginnt.