Ein klares Bekenntnis zu Schwarz-Rot-Gold!

Schüler der MRSO besuchten das Hambacher Schloss

Etwas zerschlissen sieht sie aus und das Rot ist sehr verblasst. Wenn man nicht wüsste, warum diese Fahne das einzige Ausstellungsstück ist, das in diesem Raum speziell geschützt ist, dann könnte man sie fast für ein Stück Stoff aus dem Altkleidersack halten. Aber es ist die Original-Fahne des Hambacher Festes, die Fahne in schwarz-rot-gold, die mit dieser Farbkombination damals zum ersten Mal öffentlich getragen wurde. Von mutigen Menschen, die damit für Freiheit und Gleichheit und gegen die Unterdrückung durch Fürsten und Könige demonstrierten.

Die Klasse 9c, begleitet von ihren Lehrern Jörg May und Dirk Zorbach, unternahm passend zum Unterrichtsthema im Fach Gesellschafslehre eine Fahrt zum Hambacher Schloss nach Neustadt an der Weinstraße. An diesem Ort versammelten sich 1832 tausende Menschen aus Nah und Fern, um für uns heute scheinbar so alltägliche Werte wie Demokratie und Gleichberechtigung zu fordern. Als Weinfest getarnt war das Hambacher Fest ein Leuchtturm für die Freiheit – und jeder Teilnehmer musste befürchten, für seinen Mut und seine Überzeugung bestraft oder eingesperrt zu werden.

„Der Besuch hier gibt ein besseres Verständnis für die Demokratie und auch das Wissen, dass man stolz darauf sein kann, jetzt in einem Staat zu leben, in dem es gleiche Rechte für alle gibt. Und man lernt auch, dass man zusammen Sachen bewegen kann“, schreibt Elisabeth in ihrer Ausarbeitung, mit der sie ihre Eindrücke von diesem Tag dokumentiert hat.

Auch wenn das Schloss heute deutlich anders aussieht als vor knapp 200 Jahren, macht der Ort etwas mit den Besuchern: Ein bisschen vom Geist und vom Mut der Festteilnehmer schwebt noch im Raum und mit ihm ein klares Bekenntnis zu den Farben „schwarz-rot-gold“, dem Symbol für Demokratie und Freiheit.

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