Die Schule nimmt erneut am bundesweiten Schulaktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus teil. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Motto „Geschichte erzählen“.
Die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder am Anne Frank Tag. Der bundesweite Schulaktionstag findet jährlich rund um Anne Franks Geburtstag am 12. Juni statt und erinnert an Anne Frank, eines der bekanntesten Opfer des Holocaust. Zugleich setzt er ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit.

Der Anne Frank Tag wird vom Anne Frank Zentrum in Berlin organisiert und findet 2026 bereits zum zehnten Mal statt. Bundesweit beteiligen sich in diesem Jahr 843 Schulen mit mehr als 126.000 Schülerinnen und Schülern – ein neuer Anmelderekord. Das diesjährige Motto lautet „Geschichte erzählen“. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung aktiver Erinnerungsarbeit, die Geschichte von Anne Frank und ihrer Familie, die weniger bekannte Lebensgeschichte ihrer Schwester Margot Frank, die nationalsozialistische Verfolgung von Sinti und Roma sowie Krieg und dessen Folgen für Kinder und Jugendliche.
An der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus wurde im Rahmen des Anne Frank Tages eine Ausstellung im Schulgebäude aufgebaut. Sie thematisiert die Geschichte Anne Franks und ihrer Familie: von Annes Kindheit in Frankfurt am Main über die Flucht in die Niederlande, die zunehmende Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten, das Leben im Versteck in Amsterdam, die Hilfe durch Unterstützerinnen und Unterstützer, die Deportation der Familie bis hin zur Bedeutung von Annes Tagebuch nach 1945.
Die Beteiligung am Anne Frank Tag ist Teil des schulischen Engagements als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die Schule versteht die Ausstellung als niedrigschwelliges Angebot für Schülerinnen und Schüler: Sie lädt zum Erkunden, Nachfragen und Nachdenken ein und eröffnet Gesprächsanlässe über Erinnerungskultur, Menschenrechte, Demokratie und Verantwortung.
„Gerade in einer Zeit, in der antisemitische, rassistische und menschenfeindliche Haltungen wieder sichtbarer werden, ist historisch-politische Bildung wichtiger denn je. Die Geschichte Anne Franks macht deutlich, wohin Ausgrenzung, Hass und Entrechtung führen können. Deshalb ist es uns als Schule ein Anliegen, jungen Menschen Räume zu eröffnen, in denen sie Geschichte verstehen, Fragen stellen und eine Haltung für Demokratie und Menschlichkeit entwickeln können“, erklärt Umut Kurt, Koordinator für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel.
Der Anne Frank Tag stärkt Schülerinnen und Schüler darin, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen und Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen. Die Ausstellung an der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus leistet dazu einen wichtigen Beitrag im Schulalltag.
