Bildungsministerin Dr. Hubig zu Besuch an der Realschule plus Oberwesel

Zu Beginn der landesweiten Wochen der Realschule plus, bei denen in diesem Schuljahr elf der 188 rheinland-pfälzischen Realschulen plus besucht werden, gastierte Frau Dr. Stefanie Hubig, Bildungsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, an der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus in Oberwesel.

Mit dieser Informationskampagne des Ministeriums soll gezeigt werden, dass die erst elf Jahre junge Schulform die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf das Leben und Arbeiten vorbereitet.

Während ihres gut zweistündigen Besuchs konnte sich Frau Dr. Hubig persönlich von dem vielfältigen Angebot der kooperativen Realschule in Oberwesel überzeugen. Nach einer musikalischen Eröffnung durch die Bläserklasse 6b begrüßte Schulleiter Christoph Vickus die Ministerin, Vertreter der ADD und aus der kommunalen Politik, einige Schulleiter der umliegenden Grundschulen sowie Vertreter der Partnerbetriebe und der Schulgemeinschaft. Vier Schüler der Klasse 6b, unterstützt durch ihren Musiklehrer Christoph Zirfas, erläuterten das Konzept der Bläserklasse, welches seit einigen Jahren erfolgreich in Oberwesel umgesetzt wird. In einem anschließend aufgeführten Theaterstück wurden wichtige Profilbausteine der Schule näher dargestellt. Dabei durfte das Konzept der UNESCO-Projektschule natürlich nicht fehlen. Bereits seit 2007 integriert die Realschule plus Oberwesel die UNESCO-Bildungsansätze in ihr Schulprogramm. Kerngedanke dabei ist die Friedenserziehung, welche den Schülerinnen und Schülern wichtige Themen wie Toleranz, Menschenrechte, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie interkulturelles Lernen näher bringen soll. Auch die zahlreichen Angebote zur Berufsorientierung wurden in diesem Rahmen vorgestellt. Die Realschule plus Oberwesel hat sich über viele Jahre ein großes Netzwerk mit umliegenden Betrieben aufgebaut, welches wichtige Projekte, wie einen Berufsinformationstag, einen Elternabend zur Berufsorientierung oder den Praxistag ermöglicht.

Bei dem folgenden Rundgang lernte die Ministerin die Räumlichkeiten und weitere Kernkonzepte der Schule näher kennen. Dazu gehört beispielsweise die  Schulpartnerschaft mit der Group Scolaire in Bigugu/Ruanda. Im Rahmen dieser Partnerschaft kam es im Mai dieses Jahres zu einer ersten Begegnungsreise, bei der 15 Schülerinnen und Schüler nach Ruanda reisten, um das Land und die Partnerschule kennenzulernen. Aber auch Projekte wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, die Partnerschaft mit dem FSV Mainz 05 und die mediale Ausstattung der Schule durften bei dem Rundgang nicht fehlen. Die Ministerin verschaffte sich ebenfalls einen Einblick in den direkten Unterricht und besuchte drei verschiedene Lerngruppen. In der Klasse 6b wurde das Konzept des systematischen Lernkompetenztrainings (SYLT) vorgestellt. Hier liegt der Fokus auf Kommunikations- und Methodenkompetenz, was in einer Gesellschaftslehrestunde beispielhaft dargestellt wurde. Im Chemieunterricht der Klasse 9a wurde experimentiert und die Reaktion von Rotkohlsaft mit verschiedenen Stoffen (z.B. Zucker und Zitronensäure) getestet. Der Nationalismus im Kaiserreich wurde am Beispiel der Germania im Geschichtsunterricht der Klasse 9d kritisch betrachtet.  Abschließend führte die Redaktion der Schülerzeitung ein Interview mit Frau Dr. Hubig.

Am Ende ihres Besuchs zeigte sich die Ministerin sehr zufrieden mit dem Oberweseler Konzept: „Den Schülern, die eine Realschule plus besuchen, stehen in ihrer Schulkarriere alle Wege offen, und sie werden durch die besondere Verschränkung von theoretischen und praktischen Inhalten bestens auf das Leben und Arbeiten vorbereitet.“

Das Interview mit Bildungsministerin Dr. Hubig können Sie sich hier anschauen.

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